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Neue Erkenntnisse über Korallensterben am Great Barrier Reef


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Neue Erkenntnisse über Korallensterben am Great Barrier Reef

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Das Korallensterben am Great Barrier Reef vor der australischen Ostküste ist dramatischer als bisher vermutet.
Zu diesem Schluss kommen Forscher in einer neuen Untersuchung. Demnach ist die Korallendecke in den vergangenen 27 Jahren um mehr als die Hälfte geschrumpft. Aufschlussreich sind die genannten Gründe für den Korallenschwund. Nur zehn Prozent der Verluste gehen demnach auf das Aufheizen des Meeres infolge des Klimawandels und die dadurch verursachte Korallenbleiche zurück. Viel stärker setzen dem Riff Wirbelstürme zu und Plagen von großen Seesternen zu, sogenannten Dornenkronen. Zumindest dieser Bedrohung könne man entgegenwirken, sagt Jamie Oliver vom australischen Institut für Meereskunde. “Wenn es uns gelingt, den Seesternbefall einzudämmen, hätte das Korallenriff ein Chance, klimabedingten Einflüssen wie Wirbelstürmen und Korallenbleiche besser zu widerstehen.”
Wenn sich der Trend jedoch ungehindert fortsetzte, könnten in den nächsten zehn Jahren weitere 50 Prozent verschwinden, warnt sein Kollege John Gunn. Die Studie basiert auf über 2250 Erhebungen, die in den vergangenen 27 Jahren erstellt wurden und ist ihren Autoren zufolge die größte jemals vorgenommene Beobachtung eines Riffs.

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