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Streit um kirgisisches Goldbergwerk

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Streit um kirgisisches Goldbergwerk

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In Kirgisien sorgt ein großes Goldbergwerk für Unruhe. Die Mine mit dem Namen Kumtor wird von einer kanadischen Firma betrieben; sie sorgt ganz allein für gut die Hälfte der kirgisischen Exporte.

Bei einer Kundgebung forderten die Teilnehmer aber, das Bergwerk müsse verstaatlicht werden: Sie sehen in solchen Unternehmungen einen Ausverkauf des mittelasiatischen Landes.

Eine Gruppe von Demonstranten versuchte, den Zaun des Regierungs- und Parlamentsgebäudes zu überklettern. Daraufhin trieb Polizei die Menge mit Tränengas und Blendgranaten auseinander.

Die Demonstranten verlangten auch den Rücktritt der Regierung. Der Regierungschef hat das Bergwerk gerade erst besucht und dort versprochen, eine Verstaatlichung werde es nicht geben – ein Versprechen, das er geben muss, wenn denn auch noch weitere ausländische Investoren in die frühere Sowjetrepublik kommen sollen.