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Ukraine will Gesetz gegen Schwulenpropaganda

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Ukraine will Gesetz gegen Schwulenpropaganda

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Gegen den massiven Protest von Bürgerrechtlern hat die Ukraine ein Gesetz zum Verbot von Homosexuellen-Propaganda nach russischem Vorbild auf den Weg gebracht. Es sieht Haftstrafen bis zu fünf Jahren vor. “Die Gesetzesinitiatoren sagen, dass in der Frage der Homosexualität eine seltene Eintracht unter den ukrainischen Politikern herrscht. Das sei so, weil die Gesellschaft diese Gesetzesinitiative unterstützt”, stellt die euronews-Reporterin fest.

Die Initiatoren der Gesetzesinitiative stellen die “Förderung gleichgeschlechtlicher Beziehungen” auf eine Stufe mit Förderung von Rassenhass, Pornographie und Gewalt. “Unter Propaganda verstehen wir zum Beispiel die Gay Parade oder das Verteilen von Flugblättern vor Schulen, auf denen steht “Seid ihr selbst” und sich zwei Jungs küssen. Es geht um Kinder, Acht- bis Zehnjährige, die sich ihrer Sexualität noch nicht bewusst sind. Auch Fernsehsendungen könnten auf die Liste kommen”, meint Lilia Hryhorovych.

Gegen das Gesetz laufen Schwulen- und Lesben-Organisationen wie “Insight” Sturm. Olena Schewschenko von “Insight” hält das Gesetz für Heuchelei: “Einige homosexuelle Familien ziehen Kinder groß und dieses Gesetz gibt vor, sie vor homosexueller Propaganda zu schützen. Ich frage mich, was passiert mit diesen Familien und Kindern?”

Seit dem Untergang der Sowjetunion ist Homosexualität in der Ukraine straffrei. Allerdings hat Umfragen zufolge die große Mehrheit der Ukrainer ein negatives Bild von Schwulen und Lesben.