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Abwehr von Cyberangriffen

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Abwehr von Cyberangriffen

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Mehrere hundert Experten von Unternehmen, Banken und EU-Institutionen aus ganz Europa waren an diesem Donnerstag besonders gefordert: Sie mussten über 1 200 Angriffe aus dem Internet abwehren. Das Gute daran: Es handelte sich um fingierte Angriffe. Cyberkriminalität ist jedoch eine Realität, die in Europa Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Krzysztof Socha, der einem Expertenteam der EU angehört, das Abwehrstrategien und Schutzinstrumente entwickelt, meint, weltweit habe es sich bisher nicht um großangelegte Angriffe gehandelt. Trotzdem müsse man auf sogenannte DDos-Angriffe vorbereitet sein. Gemeint sind Angriffe, die zur Folge haben, dass Internet-Dienste nicht mehr verfügbar sind, dass sie vorübergehend blockiert werden. Offiziellen Zahlen zufolge nahmen Cyberangriffe im vergangenen Jahr um 36 Prozent zu. In 40 Prozent der Fälle waren Finanzinstitute das Ziel. Die EU-Kommission will die Sicherheit im Netz erhöhen und, wie die Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes, erläutert, am Ende dieses Jahres eine entsprechende Verteidigungsstrategie veröffentlichen. Landesgrenzen seien für die Cyberkriminalität kein Hindernis. Nach Auskunft des deutschen Bundeskriminalamtes gab es 2011 in Deutschland rund 60 000 Fälle von Internetkriminalität.