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Griechische Werftarbeiter wollen Ministerium stürmen

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Griechische Werftarbeiter wollen Ministerium stürmen

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Griechische Werftarbeiter haben versucht, in das Verteidigungsministerium in Athen einzudringen. Die Polizei hielt sie aber davon ab.

Den Arbeitern zufolge bezahlt das Ministerium ihre Werft Hellenic Skaramangas nicht und gibt auch keine neuen Aufträge, so dass sie selbst ebenfalls kein Geld mehr bekommen.

Griechenland steckt trotz aller Spar- und Rettungsbemühungen weiter tief in der Krise. Die Wirtschaft wird nächstes Jahr erneut empfindlich schrumpfen, das sechste Jahr in Folge. Der Staat schuldet auch griechischen Firmen inzwischen Milliardensummen, vor allem Krankenhäusern.

Seit dieser Woche sind außerdem wieder die Vertreter der Troika im Land, also der drei Geldgeber-Einrichtungen EU, Europäische Zentralbank und Weltwährungsfonds. Sie begutachten die Sparbemühungen, damit weitere Hilfen gezahlt werden können.

Bisher gibt es aber kein Ergebnis: Die nötigen Einsparungen für den nächsten Staatshaushalt kommen einfach nicht zustande. Griechenland hofft weiterhin auf einen Aufschub für seine Sparauflagen und bleibt dabei, dass mehr Zeit nicht mehr Geld bedeute. Seine europäischen Partner muss es davon
aber noch überzeugen.