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Romney punktet im Duell gegen Obama

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Romney punktet im Duell gegen Obama

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Fünf Wochen vor der Wahl haben sich US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer, der Republikaner Mitt Romney, das erste TV-Duell geliefert. Auf der Bühne in Denver ging es um Themen wie Steuern, Sozialpolitik, Jobs, Staatsschulden und Gesundheitsreform.

Obama warf Romney vor, sein Steuerplan werde das Staatsdefizit um fünf Billionen Dollar erhöhen. Romney bestritt das und ging zum Gegenangriff über: “Die politischen Maßnahmen des Präsidenten haben die Mittelklasse schwer belastet, sie wurde davon erdrückt. Das Einkommen der Amerikaner der Mittelklasse ist um 4.300 Dollar gesunken. Das ist an sich schon eine Steuer. Ich nenne das die Wirtschaftssteuer. Außerdem haben sich die Gaspreise unter dem Präsidenten verdoppelt. Strom ist teurer, Lebensmittel sind teurer und
Krankenversicherungskosten sind um 2.500 Dollar pro Familie gestiegen. Die Familien der Mittelklasse werden erdrückt.”

Obama erwiderte: “Als ich vor vier Jahren auf dieser Bühne stand, habe ich gesagt, dass ich die Steuern für die Mittelklasse kürzen werde. Und genau das habe ich getan. Wir haben die Steuern für Familien der Mittelklasse um rund 3.600 Dollar gekürzt. Fest steht, wenn Sie, Herr Gouverneur, die Steuern so senken, wie Sie es beschrieben haben, dann ist es nicht machbar, genügend Absetzungen und Lücken zu erfinden, die nur die Bürger mit hohen Einkommen betreffen, um zu verhindern, dass das Defizit steigt oder dass die Mittelklasse stärker belastet wird. Das ist Mathe, eine einfache Rechnung.”

Amerikanischen Medien zufolge ist Romney aus diesem Duell als Sieger hervorgegangen. Er sei angriffslustig gewesen und habe flüssiger argumentiert. Obama habe indes bisweilen lustlos und müde gewirkt.