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Abtreibungsschiff darf nicht anlegen

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Abtreibungsschiff darf nicht anlegen

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Im marokkanischen Smir konnte die Frauenrechts- organisation “Woman on Waves” nicht wie geplant mit ihrem sogenannten “Abtreibungsschiff” in den Hafen einlaufen. Der niederländischen NGO wurde eine Hafensperre erteilt.
Zahlreiche Demonstranten hatten sich auf dem Hafen-Gelände eingefunden, um gegen die Legalisierung von Abtreibungen zu protestieren.
“Ich denke, dasss die meisten Marokkaner dieses Boot als eine große Provokation betrachten, da stimmen die meisten Menschen sicher mit mir überein”, so eine junge Demonstrantin.
 
Ein Polizeiaufgebot sicherte den Hafen ab und sorgte dafür, dass das Boot der niederländischen NGO auf keinen Fall anlegte.
Eine Repräsentatin der Nichtregierungsorganisation schaffte es dennoch auf das Hafen-Gelände um folgende Erklärung abzugeben: “Das Boot kann ein paar Frauen symbolisch helfen, wir können mit ihnen in internationale Gewässer fahren und sie dann behandeln. Am meisten wollen wir aber für Aufmerksamkeit für das Thema sorgen und zeigen, dass es auch medizinische Hilfe gibt.
 
Auf dem Schiff können Frauen eine sichere medikamentöse Abtreibung bis zur sechsten Woche der Schwangerschaft durchführen. Women on Waves kam auf Einladung der marokkanischen Organisation “Alternative Bewegung für individuelle Freiheiten” nach Smir.
In Marokko ist Abtreibung per Gesetz verboten und gesellschaftlich tabuisiert. Dennoch werden täglich hunderte illegale Abtreibungen in dem nordafrikanischen Land durchgeführt, sagt Women on Waves. Neben der medikamentösen Abtreibung wird die NGO auch eine Hotline in Marokko anbieten, die Frauen über sichere Abbrüche informieren soll.