Schließen
Login
Bitte tragen Sie Ihre Logindaten ein

Skip to main content

Ägypten wartet auf den Bildungswandel
close share panel

Artikel teilen

Twitter Facebook

Diese Woche sehen wir uns in Kairo an, ob und wie der Arabische Frühling das Bildungswesen in Ägypten verändert hat. Die politische Situation stabilisiert sich gerade und die ersten demokratisch gewählten Führer des Landes müssen ihre Rolle noch finden. Im Bildungsbereich sind Lehrer und Schüler gespannt darauf, was der Wandel für sie bedeutet.

Der lange Weg der Bildungsreform

Während des Regimes von Hosni Mubarak gab es viele Probleme im Bildungsbereich, viele der Menschen, die für einen Wechsel demonstrierten, waren Lehrer und Studenten. Haben sie erreicht, was sie wollten? Oder ist alles beim Alten geblieben? Wie sind die Pläne der neuen Regierung?

Ägyptische Schüler sind glücklich über den politischen Wandel in ihrem Land, aber sie glauben nicht so recht an ihre Bildungschancen. Viele Studenten und Lehrer sind während der Revolution auf die Straße gegangen, weil sie mit dem Bildungssystem unter Mubaraks Regime unzufrieden waren. Sie glauben nicht daran, dass sich unter der neuen Regierung viel verändert hat.

Kampf gegen Analphabetismus

Es sieht also so aus, als ob sich im staatlichen Bildungssystem bisher nicht viel verändert hat. Außerdem gibt es grundlegende Probleme wie die Alphabetisierungsrate. Laut Daten der UNESCO aus dem Jahr 2010 können in Ägypten nur etwa 65% der Frauen und 83% der Männer lesen und schreiben.

Nach neuesten staatlichen Statistiken gibt es ungefähr 17 Millionen Analphabeten in Ägypten. Trotz aller Bemühungen von Hilfsorganisationen und staatlicher Stellen bleibt Analphabetismus eines der Hauptprobleme ägyptischer Familien.

Ägypten gewann den Internationalen Preis für Alphabetisierung in den Jahren 1998 und 2010. Aber es steht immer noch auf der UN-Liste, die anhand eines Index für Bildungsfortschritte, die neun Länder mit den höchsten
Analphabetenquoten listet.

Die Universität von Kairo bietet keine Jobgarantie

Aber es gibt nicht nur schlechte Nachrichten. Eine der renommiertesten Institutionen in Ägypten, die Universität von Kairo hat ihren Platz in den Top 500 des Shanghai-Hochschul-Rankings behaupten können. Aber finden ihre Absolventen auch eine Arbeit?

Die Universität von Kairo gehört zu den ältesten der Welt, aber abgesehen von einigen Fakultäten, finden ihre Absolventen keine Arbeit. Die Uni hat 26 Fakultäten und mehr als 180.000 Studenten.

Viele Studenten sehen am Anfang ihres Studiums noch positiv in die Zukunft. Aber es gibt auch Absolventen, die nach ihrem Studium keine Arbeit in ihrem Bereich finden.

Copyright © 2014 euronews

Mehr dazu:

Heute in den Top-Nachrichten