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Anti-Kriegs-Demos in der Türkei

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Anti-Kriegs-Demos in der Türkei

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In mehreren türkischen Städten haben tausende Menschen gegen einen Krieg gegen Syrien demonstriert. Sie reagierten damit auf die Entscheidung des Parlamentes, das grünes Licht für eine mögliche Intervention gegeben hatte. Auslöser dafür war ein tödlicher syrischer Granatenbeschuss auf einen Grenzort.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan versuchte, die Gemüter zu beruhigen. Ankara habe nicht die Absicht, einen Krieg gegen das Nachbarland zu beginnen. “Wir wollen nur Frieden und Sicherheit in der Region. Das ist uns wichtig.” Er fügte aber auch hinzu, dass die Türkei ihre Bürger und Grenzen verteidigen werde.

Die türkische Armee ist in höchster Alarmbereitschaft und verstärkte ihre Präsenz an der Grenze zu Syrien. Anders als Libanon bei ähnlichen Angriffen auf die Grenze hat Ankara am Mittwoch sofort reagiert, doch Experten gehen davon aus, dass kein Land in der Region ein Interesse daran hat, dass sich der Bürgerkrieg in Syrien zu einem Flächenbrand ausweitet.

Bei dem Granatenangriff in der türkischen Grenzstadt Akcakale waren fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter drei Kinder. Sie wurden gestern unter großer Anteilnahme beerdigt.