Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Drohende Griechenpleite: "Denk' ich an Deutschland..."


Griechenland

Drohende Griechenpleite: "Denk' ich an Deutschland..."

Ohne neue Kreditrate hält Griechenland nur noch bis Ende November durch. Das erinnere ihn an Deutschland, sagte Regierungschef Antonis Samaras dem „Handelsblatt“. Allerdings an das während der Weimarer Republik.

Damals, vor 80, 90 Jahren, gab es die Kontrolleure der Troika noch nicht, die heute in Athen wieder einmal über eine neue Tranche verhandelt. Aber vieles, was Samaras’ Gedanken auf den Weg bringt: Eine scharfe Rezession, die Pleite einer Großbank (Creditanstalt, größte Bank Österreichs), Massenarbeitslosigkeit, gekürzte Löhne, weniger Sozialausgaben.

Samaras lobte andererseits Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie habe den „richtigen Ton gefunden, als sie jüngst sagte, dass ihr das Herz blutet“, wenn sie die Schicksale der von Armut Betroffenen sehe. Ein Besuch in Griechenland wäre “sehr wichtig”.

Wie die Geschichte in Deutschland weiterging, braucht er ihr nicht zu erzählen: Ab September 1930 – bei der Reichstagswahl hatten die Nationalsozialisten ihre Stimmen verzehnfacht – zogen Investoren ihr Geld aus Deutschland ab. Wegen politischer Instabilität.

Merkel kommt nach Athen. Am Dienstag.

Mit AFP, Reuters

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Bunter Honig beunruhigt elsässische Imker