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Eurokrise - ein Risiko auch für die USA

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Eurokrise - ein Risiko auch für die USA

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Europa und die USA – das ist eine oft schwierige, aber enge Beziehung. Immerhin ist die EU der wichtigste Handelspartner der USA. Daher sorgt die Euro-Krise auch jenseits des Atlantik für Unruhe: Zerbricht der Euro, hätte das schwerwiegende Auswirkungen auf die US-Wirtschaft, eine tiefe Rezession in Europa würde laut dem IWF auch die USA mitziehen.

Michael Haltzel ist einer der wichtigsten Europa-Experten in Washington. Mit ihm hat Stefan Grobe für euronews über die Krise in der Alten Welt gesprochen. Und Haltzel stellte gleich zu Beginn eines klar: “Ich denke, für die Menschen in Europa wäre es ein schlimmer Fehler, zu glauben, dass die US-Amerikaner Schadenfreude empfinden. Das tun sie nicht. Ich kenne niemanden, der glaubt, dass es nicht in unserem gemeinsamen Interesse läge, dass die Eurozone überlebt und floriert.”

Die Regierung Obama hat Europas Politiker immer wieder aufgefordert, stärker gegen die Krise zu kämpfen. Im Wahlkampf jedoch scheint das Thema von der Tagesordnung verschwunden – mit gutem Grund, meint Haltzel: “Sowohl Mitt Romney als auch Barack Obama wissen, dass die USA nur einen sehr geringen Einfluss auf die Eurozone haben. Und warum sollten wir, wenn wir kaum Einfluss haben, viel darüber sprechen? Wenn ich den Europäern genau erklären könnte, wie man zuerst wirtschaftliche Stimuli schafft und dann eine Kehrtwendung macht, um ein ausgeglichenes Budget zu haben, dann wäre ich auf dem Weg nach Stockholm und würde den Wirtschafts-Nobelpreis entgegennehmen. Niemand hat darauf eine Antwort.”