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Massenentlassung: Platinstreik eskaliert

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Massenentlassung: Platinstreik eskaliert

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Der weltgrößte Platinbergbaukonzern, Anglo American Platinum, hat am Freitag 12.000 streikende südafrikanische Kumpel entlassen. Nach drei Wochen wilder Streiks und Verlusten in Höhe von umgerechnet 65 Millionen Euro versucht Amplat nun den Streik zu brechen. Der Konkurrent Lonmin hatte nach einem sechs Wochen dauernden Ausstand nachgegeben und in eine der größten Lohnerhöhungen der südafrikanischen Geschichte eingewilligt.

Seit Monaten toben in Südafrikas Bergbau erbitterte Arbeitskämpfe. Bei Polizeieinsätzen gegen Streikende sind mehrere Dutzend Bergarbeiter getötet worden. Die größte Streikwelle seit dem Ende des Apartheidregimes stellt auch den südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma vor erhebliche Probleme. Wegen eines Streiks der Fernfahrer stellte der Mineralölkonzern Shell die Auslieferung von Treibstoff ein.

Ob die Massenentlassungen die Streikwelle beenden oder ihr neuen Auftrieb geben ist unter Beobachtern umstritten. Als im Januar Impala Platinium 17.000 streikende Arbeiter rausgeschmissen hatte, kam es zu einem dreiwöchigen Sympathiestreik und Unruhen, bei denen drei Menschen getötet wurden.