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Sarajewo hat kein Nationalmuseum mehr


Bosnien-Herzegowina

Sarajewo hat kein Nationalmuseum mehr

Das Nationalmuseum von Bosnien-Herzegowina muss nach 124 Jahren seinen Betrieb einstellen. Grund ist die mangelnde Finanzierung durch den fehlenden rechtlichen Status von Kulturinstitutionen. Seit dem Daytoner Abkommen 1995 konnte man sich nicht über die politische Zuständigkeit und die damit verbundene Finanzierung einigen.

Seit einem Jahr haben die Angestellten keinen Lohn mehr bekommen. Auch die sachgemäße Lagerung der Exponate konnte nicht länger gewährleistet werden. Für den Museums-Direktor ist es ein Albtraum. “Sie können sich gar nicht vorstellen, wie ich mich fühle. Diese Institution nach 124 Jahren zu schließen. Es ist eine Verzweiflungstat, aber wir hatten keine andere Wahl. Es ist nicht unser Fehler, dass wir schließen müssen.”

Mit dem Landesmuseum in Sarajewo muss eine der größten und renommiertesten Wissenschafts- und Kultureinrichtungen in Südosteuropa die Türen schließen. Das unter der k.u.k. Monarchie 1888 gegründete Museum, hat zahlreiche wichtige ethnografische und naturhistorische Arbeiten über den gesamten Balkan-Raum herausgegeben.

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