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Weiterer türkischer Vergeltungsschlag an Grenze zu Syrien

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Weiterer türkischer Vergeltungsschlag an Grenze zu Syrien

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Die türkischen Streitkräfte haben erneut einen Vergeltungsschlag an der Grenze zu Syrien geführt. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur berichtete, die Armeeeinheiten an der Grenze hätten reagiert, weil eine syrische Granate auf türkischem Gebiet eingeschlagen sei.
 
Bei einem syrischen Granatenangriff waren am
Mittwoch im türkischen Grenzdorf Akcakale fünf Menschen getötet worden.
 
Die Türkei feuerte wenig später zurück. Unbestätigten Angaben wurden mehrere syrische Soldaten getötet. Ankara betonte, die Türkei wolle keinen Krieg mit dem Nachbarn.
 
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den Angriff aus Syrien auf die Türkei scharf kritisiert und Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht.
 
Der Präsident des Sicherheitsrates, in diesem Monat der guatemaltekische UN-Botschafter Gert Rosenthal, sagte, der schwerwiegende Vorfall unterstreiche, welche Auswirkungen die syrische Krise auf die Sicherheit der Nachbarn und den Frieden in der Region habe. Die Mitglieder des Sicherheitsrates forderten Zurückhaltung von beiden Seiten, sagte Rosenthal.
 
In mehreren türkischen Städten demonstrierten tausende Menschen gegen die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und gegen einen Krieg mit Syrien.