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Obama im Aufwind

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Obama im Aufwind

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Rückenwind für Obama im US-Wahlkampf: Der US-Arbeitsmarkt ist offenbar auf Erholungskurs. Die Arbeitslosenquote fiel auf 7,8 Prozent, das ist der tiefste Stand seit knapp vier Jahren. Der Rückgang übertraf alle Erwartungen.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia gab sich Obama zurückhaltend: “Zuviele Familien der Mittelschicht rackern sich ab, um ihre Rechnungen zu bezahlen – das war schon lange vor Ausbruch der Krise so. Die positiven Nachrichten dürfen nicht dazu dienen, für ein paar politische Punkte, die jüngsten Ergebnisse niederzumachen. Sie erinnern uns vielmehr daran, dass unser Land zu weit vorangekommen ist, um jetzt umzukehren.”

Das sehen die Republikaner ganz anders. Sie spielten den Erfolg auf dem Jobmarkt herunter. Nach wie vor würden 23 Millionen US-Bürger Arbeit suchen und annähernd jeder Sechste leide unter Armut. Ihr Kandidat Mitt Romney erklärte auf einer Veranstaltung in Abingdon, in Virginia, so sehe keine Erholung aus. “Der Grund, warum die Zahlen nach unten gegangen sind, liegt ganz einfach darin, dass mehr und mehr Menschen nicht mehr nach Arbeit suchen. Wenn Sie also aufgeben und sagen: ich kann nicht mehr, ich bleibe jetzt zuhause, werden Sie nicht mehr länger in der Arbeitslosenstatistik erfasst.”

Der Haushalt und die Arbeitslosigkeit sind Hauptthemen des Wahlkampfs. Beiden Lagern geht es besonders darum, die Mittelschicht wiederzugewinnen. Einer Umfrage zufolge sind die Beschäftigten in den USA mehrheitlich für Obama. Die Arbeitslosen bevorzugen dagegen Mitt Romney.