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"Wir wollen keinen Krieg, aber weit ist er nicht"

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"Wir wollen keinen Krieg, aber weit ist er nicht"

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Krieg ist das nicht zwischen der Türkei und Syrien – am Samstag explodierte wieder eine syrische Granate beim türkischen Ort Güveççi. Aber Frieden kann man es auch nicht nennen. Die türkische Armee feuerte zurück.

“Wir wollen keinen Krieg, aber wir sind nicht weit davon entfernt,” beschreibt der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Situation.

“Artilleriegranaten und Mörser schlagen hier ein, die Grenze ist 20 Meter weg. Sie zielen sogar auf Fahrzeuge mit Verletzten,” ein Bewohner von Güveççi.

Immer mehr Türken fühlen sich unwohl mit den unruhigen Nachbarn Syrien, Irak und Iran – zumal es die Konfliktparteien Sunniten, Alewiten und Kurden auch in dem Natoland gibt.

Die Schüsse in die Türkei seien ein Versehen gewesen, so die offizielle syrische Version. Dabei waren am Mittwoch eine Mutter und ihre vier Kinder gestorben. Am Donnerstag erlaubte das
Parlament in Ankara für ein Jahr Militäreinsätze auch
über die Grenze hinweg.

Vorsicht, mahnte Militärexperte Horst Teltschik. Auch Aufständische könnten Interesse haben, die Nato in ihren Konflikt zu ziehen. Man wisse oft nicht, wer da schieße.

Mit Reuters, AFP, dpa