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Aktivisten wollen Seeblockade durchbrechen

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Aktivisten wollen Seeblockade durchbrechen

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Pro-palästinensische Aktivisten haben einen neuen Versuch gestartet, mit einem Schiff die israelische Seeblockade zu durchbrechen und Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen. Das Schiff der schwedischen NGO “Ship to Gaza”, die bereits mehrere solcher Schiffe entsandte, ist am Samstag von Neapel aus losgefahren. Für die Aktivisten geht es nur um humanitäre Hilfe, wie die Sprecherin der Organisation mitteilte: “Diese Aktion kommt von Menschen für Menschen, von mir als Mutter, als Großmutter für andere Mütter und Großmütter, die wiederum Kinder und Enkel haben. Ich denke, sie haben dasselbe Recht ein normales Leben zu führen wie ich es kann.”
An Bord des Schiffes sind 17 Aktivisten aus Kanada, Israel, Norwegen, Schweden und den USA. In der Vergangenheit hatten Aktivisten immer wieder versucht Hilfslieferungen Richtung Gazastreifen zu schicken, meist in Flotten aus mehreren Schiffen. Für großes Aufsehen sorgte 2010 die Stürmung eines türkischen Schiffes durch ein israelisches Kommando, welches in einem Konvoi unterwegs war. Der Einsatz, bei dem neun türkische Aktivisten getötet wurden, wurde international scharf verurteilt.

Anders als 2010 solle die nun geplante Aktion zeigen, dass es sich um eine “gewaltfreie Kampagne” handele, betonte die schwedische NGO.
Israel verteidigt seine Blockade mit dem Argument, dass Waffen auf dem Seeweg an die radikalislamische Hamas gelangen könnten, die im Gazastreifen die Macht hat.

Das Schiff mit dem Namen “Estelle” wird wohl etwa zwei Wochen bis zum Ziel brauchen.