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Präsidentschaftswahl in Venezuela

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Präsidentschaftswahl in Venezuela

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In Venezuela sind heute knapp 19 Millionen Menschen zur Präsidentschaftswahl aufgerufen. Der seit 1999 regierende sozialistische Staatschef Hugo Chavez (58) strebt eine weitere Amtszeit von sechs Jahren bis 2019 an. 2006 gewann Chavez die Wahl mit knapp 63 Prozent der Stimmen. Aufgrund des erwarteten knappen Wahlausganges rief der 58-jährige Ex-General zur Besonnenheit auf:
“Ich bitte alle Politiker, sei es von rechts, links oder vom Zentrum, dass das morgige Ergebnis akzeptiert wird. Egal was passiert, es wird nicht das Ende der Welt sein.”

Sein Herausforderer ist der erst 40-jährige Ex-Gouverneur Henrique Capriles Radonski. Capriles ist nach Einschätzung von Beobachtern der stärkste Oppositionskandidat, dem sich Chavez bislang in Wahlen stellen musste. Besonders bei den Exil-Venezuelanern in den USA weckt er große Hoffnungen: “Wir haben Chavez 14 Jahre ertragen müssen, er ist ein Auslaufmodell. Er ist eine totale Enttäuschung. Mein geliebtes Heimatland steht durch ihn am Abgrund”. Einige Umfragen räumen Capriles sogar Siegchancen ein.

Mit Ergebnissen wird in der Nacht zum Montag gerechnet. Umfragen erwarten eine hohe Wahlbeteiligung von bis zu 80 Prozent.

Beide Kandidaten zeigten sich vor der Wahl siegessicher. Für Chavez wäre es die insgesamt vierte Amtszeit, wovon die erste wegen einer Verfassungsänderung und Neuwahlen im Jahr 2000 nur zwei Jahre dauerte.