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Richtungswahl in Venezuela

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Richtungswahl in Venezuela

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Der venezolanische Staatschef Hugo Chavez hat bei der Präsidentenwahl in dem südamerikanischen Land seine Stimme abgegeben. Er strebt weitere sechs Amtsjahre an, um seinen “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” zu festigen. Chavez ist seit 14 Jahren an der Macht und trat in dieser Wahl gegen den Einheitskandidaten der Opposition an, den 40-jährigen Ex-Gouverneur Henrique Capriles Radonski.
Capriles gilt als der stärkste Herausforderer, gegen den Chavez je in Wahlen antreten musste.

Capriles wäre im Falle eines Wahlsieges der jüngste Präsident des Landes. Der Jurist kündigte an, dass er als Präsident keinen Tropfen Öl mehr an andere Staaten verschenken werde. Die Regierung Chavez hatte mit ihren Petro-Dollars linke Regierungen in der Region gestützt, allen voran die sozialistische Karibikinsel Kuba.

Umfragen rechneten mit einem knappen Rennen. Zur Wahl aufgerufen waren rund 19 Millionen Venezolaner.

Chavez hatte vor der Wahl alle Parteien zu gegenseitigem Respekt gemahnt. Er betonte, der Wahlrat werde das erste Bulletin veröffentlichen, wenn die Ergebnisse sicher seien.