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Aung San Suu Kyi zur Präsidentschaft bereit

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Aung San Suu Kyi zur Präsidentschaft bereit

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Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist bereit, Präsidentin von Myanmar, dem einstigen Birma, zu werden. Das erklärte sie nach der Rückkehr von ihrer ersten Reise in die USA seit Jahrzehnten.

Allerdings wäre dafür eine Verfassungsänderung nötig, denn wer wie Suu Kyi mit einem Ausländer verwandt oder verschwägert ist, darf derzeit nicht Staatsoberhaupt werden. Suu Kyi war mit einem Briten verheiratet.

Als Chefin einer Partei habe sie auch den Mut, Präsidentin zu werden, wenn das Volk es wolle, erklärte Suu Kyi vor ihren Anhängern. Die Verfassung könne dafür vom Parlament geändert werden, das sei eine Forderung ihrer Partei im Wahlkampf gewesen. “Wir arbeiten weiter darauf hin – nicht nur, damit ich Präsidentin werden kann”, versprach sie.

Nach blutigen Auseinandersetzungen zwischen Buddhisten und der muslimischen Rohingya-Minderheit in Myanmar in diesem Sommer steht die Friedensnobelpreisträgerin allerdings in der Kritik einiger Menschenrechtler, da sie nicht klar für die Rohingya Stellung nahm. Diesen wird oft nicht die birmanische Staatsbürgerschaft anerkannt, viele sind Repressionen ausgesetzt.

Ausdrückliche Unterstützung für eine Präsidentschaft erhielt Aung San Suu Kyi hingegen vom amtierenden Staatsoberhaupt Thein Sein.