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Chávez bleibt im Amt - erstmal bis 2019

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Chávez bleibt im Amt - erstmal bis 2019

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Überraschend deutlich hat der venezolanische Staatspräsident Hugo Chávez die Präsidentschaftswahl gewonnen. Mehr als 54 % stimmten am Sonntag für den Amtsinhaber, der damit bis 2019 im Amt bleiben kann. Vom Balkon des Miraflores-Palastes in Caracas wandte sich Chávez in der Wahlnacht an Anhänger und Gegner: “Ich spreche meine Anerkennung all jenen aus, die nicht für uns gestimmt haben. Ich spreche Euch eine besondere Anerkennung aus für Euer demokratisches Talent, Eure Beteiligung und den Bürgergeist, den ihr an den Tag gelegt habt, obwohl Ihr mit der bolivarischen Position nicht übereinstimmt”, erklärte Chávez.

Auf den Oppositionskandidaten Henrique Capriles entfielen 44,6 Prozent der Stimmen. Der 40-järige Gouverneur des Staates Miranda gestand seine Niederlage ein. “Ich hoffe, die Bewegung, die dieses Land seit 14 Jahren regiert, hat verstanden, dass die Hälfte der Nation ihr nicht zustimmt. Ich bitte die, die an der Macht bleiben, um Respekt, Rücksicht und Anerkennung für die andere Hälfte”, erklärte Capriles in seiner Wahlkampfzentale in Caracas.

Chávez kann nun seine Bolivarische Revolution und seinen “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” fortsetzen. Er will “mindestens bis 2030 im Amt bleiben”. Für die Opposition ist der Wahlausgang eine schwere Schlappe, obwohl sie eines ihrer besten Ergebnisse erzielen konnte.

Die Wahlbeteiligung lag bei 81 Prozent. Es war die höchste in Geschichte Venezuelas.

Link:
Nationaler Wahlausschuß Consejo Nacional Electoral