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ESM ist in Kraft

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Der neue Rettungsschirm für den Euro, der Europäische Stabilitätsmechanismus ist in Kraft. Die Euro-Finanzminister hoben ihn bei ihrem Treffen in Luxemburg aus der Taufe. Es bleibe aber dabei, dass die schwächeren Staaten größte Anstrengungen unternehmen müssten, so der Chef der Eurogruppe, der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker. Es bedürfe jedoch der Solidarität beider Seiten. Die ausleihbare Summe wird bei rund 500 Milliarden Euro liegen. Das Eigenkapital in Höhe von 80 Milliarden Euro wollen die Staaten in mehreren Raten zahlen. Der Anteil Deutschlands ist der höchste: Er liegt bei mehr als 22 Milliarden Euro. Für Frankreich werden es 16 und für Italien 14 Milliarden sein. Im Gegensatz zu dem befristeten Vorgängerschirm EFSF ist der ESM eine internationale Finanzorganisation. Der neue Krisenfonds kann finanzschwachen Ländern Hilfskredite geben oder deren Anleihen aufkaufen. “Die erste Aufgabe des vor fast zwei Jahren beschlossenen ESM könnte die Rekapitalisierung der spanischen Banken sein”, so unser Korrespondent Enrico Bona in Luxemburg. “Doch die Hilfsbedürfnisse Madrids scheinen zur Zeit weniger dringlich zu sein, als es vor Monaten noch den Anschein hatte.”