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Medizin-Nobelpreis für Zellforscher Gurdon und Yamanaka

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Medizin-Nobelpreis für Zellforscher Gurdon und Yamanaka

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Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an den Briten John B. Gurdon und den Japaner Shinya Yamanaka. Das Karolinska-Institut in Stockholm würdigt damit ihre Erkenntnisse für die Rückprogrammierung von Zellen zu embryonalen Stammzellen. Der Preis ist mit gut 900.000 Euro dotiert, ein Fünftel weniger als in den Vorjahren, da auch das Stiftungskapital unter der Finanzkrise gelitten hat.

Gurdon machte die Grundlagenforschung und entdeckte, dass die Spezialisierung von Zellen umkehrbar ist. Yamanaka berichtete 2006 nach Versuchen mit Bindegewebszellen von Mäusen, dass die Zellen sich in Stammzellen zurückverwandeln lassen, die denen von Embryonen gleichen und pluripotent sind, sich also zu verschiedenen Zelltypen weiterentwickeln können.
Die Forscher hoffen, dass sich aus solchen sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen eines Tages Ersatzgewebe oder -organe schaffen lassen.