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Syriens Rebellen drängen weiter an türkische Grenze

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Syriens Rebellen drängen weiter an türkische Grenze

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Die Lage an der türkisch-syrischen Grenze ist weiter äußerst angespannt. Wieder schlugen am Wochenende Granaten aus Syrien in der Türkei ein. Wieder ließ Ankara sein Militär zurückschlagen. Die Mobilmachung auf türkischer Seite geht entlang der Grenze auch weiter. Mehr Kampffahrzeuge und Düsenjäger wurden in die Nähe zu Syrien verlegt.

Der türkische Präsident Abdullah Gül sagte: “Leider ist das schlimmste Szenario, das wir niemals erleben wollten, genau jetzt in Syrien eingetreten. Das syrische Volk leidet sehr. Und immer wieder betreffen die Folgen der Kämpfe auch uns. Es sind auch türkische Bürger gestorben.”

Am Sonntag wurde auch das türkische Akcakale wieder getroffen, wo Geschosse aus Syrien am Mittwoch fünf Menschen getötet hatten. Unterdessen haben syrische Rebellen Agenturberichten zufolge die Stadt Badama in Syrien erobert.

Sie gilt als strategisch wichtiger Ort, sichert einen guten Zugang zur Grenze, außerdem schneiden die Aufständischen so den Regierungstruppen einen Nachschubweg ab. Die meisten Einwohner Badamas waren in den vergangenen Monaten vor den Kämpfen in die Türkei geflohen. Unter ihnen etwa der Lehrer Mahmud Musa. Nach 16 Monaten in der Türkei war er sichtlich glücklich, wieder daheim zu sein.

Die Rebellen verbrannten erneut Bilder von Präsident Assad und nahmen die von den Regierungstruppen verlassenen Gebäude und liegengebliebene Waffen in Besitz.