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Angela Merkel zu erstem Krisenbesuch in Griechenland

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Angela Merkel zu erstem Krisenbesuch in Griechenland

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Angela Merkel überzeugt sich heute zum ersten Mal in der Krise persönlich davon, wie die Griechen leben und vor allem sparen. Bei dem eintägigen Kurzbesuch spricht die deutsche Kanzlerin mit Regierungschef Antonis Samaras und Staatspräsident Karolos Papoulias. Außerdem will Merkel mit griechischen und deutschen Unternehmern zusammentreffen.

Man kann aber sagen, dass die Bundeskanzlerin in Griechenland nicht sonderlich beliebt ist – eben aufgrund des Sparens, für das viele Griechen Merkel verantwortlich machen. Bei ihrem Besuch sollen daher mehrere tausend Polizisten für Sicherheit sorgen.

Schon am Tag zuvor machen viele Griechen wieder ihrem Unmut über die zahlreichen Sparmaßnahmen Luft. Man sei nicht gegen die Deutschen, sagt hier Kostas Zikrikas, ein Gewerkschaftsführer; aber gegen die Politik der starken Partner in Europa und besonders Deutschlands.

Merkel sagte vor ihrem Abflug, in Athen werde sie “in aller Freundschaft über das sprechen, was noch zu leisten ist”. Strenge Regeln in Europa seien unverzichtbar. Mittelmaß reiche nicht aus, und “der Langsamste in Europa” könne nicht das Tempo bestimmen.

Das stark verschuldete Griechenland muss mit hohen Milliardensummen gerettet werden. Vertreter der Geldgeber überprüfen gerade die Sparfortschritte, ehe der nächste Hilfsbetrag ausgezahlt wird.