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Härtere Strafen für zweifelhafte Finanzpraktiken

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Härtere Strafen für zweifelhafte Finanzpraktiken

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Betrügerische Praktiken auf den Finanzmärkten sollten unter schwere Gefängnisstrafen gestellt werden, fordert des weltweite Netzwerk Avaaz. Vertreter der Organisation übergaben dem EU-Parlament in Brüssel eine Liste mit mehr als 720.000 Unterschriften. Einer Umfrage zufolge sprach sich die überwältigende Mehrheit der Befragten in Frankreich, Großbritannien und Deutschland für Gefängnisstrafen gegen betrügerische Banker aus. “In den USA beläuft sich die Höchstrafe auf 14 Jahre Haft”, so Julien Bayou, einer der Aktivisten des Netzwerks. “Mit Nachsicht sollte auch bei uns Schluss sein.” Die Finanzindustrie Europas ist vor allem in London angesiedelt. Großbritannien aber macht bei härteren Strafen nicht mit. Nicht die Haltung Londons sei das Problem, meint Arlene McCarthy, stellvertretende Vorsitzende des Wirtschafts- und Währungsausschusses des EU-Parlaments. “Wenn die Strafen härter werden sollen, als sie es zur Zeit in Großbritannien sind, macht auch London mit. Worüber wir uns wirklich Sorgen machen, sind die Zustände in Ländern wie Bulgarien und Slowenien, wo es entsprechende Regeln gar nicht gibt. Aus diesem Grund müssen wir die Regeln ändern.” Schärfere Strafen könnten Anfang 2014 in Kraft treten.