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IWF warnt vor deutlicher Abkühlung der globalen Konjunktur

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IWF warnt vor deutlicher Abkühlung der globalen Konjunktur

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Die Weltwirtschaft in der Krise: Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognosen teilweise deutlich zurückgenommen. In seinem zur Jahreskonferenz in Tokio veröffentlichten Ausblick heißt es, die Abwärtsrisiken seien erheblich. Es bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Industrieländer in eine Rezession stürzten. “In den entwickelten Volkswirtschaften ist das Wachstum zu gering, um eine substantielle Auswirkung auf die Arbeitslosigkeit zu haben”, sagte IWF-Chefökonom Olivier Blanchard, “und in den wichtigsten Schwellenländern hat sich das früher starke Wachstum ebenfalls abgeschwächt.”

Die Weltwirtschaft wird laut dem IWF im laufenden Jahr nur um 3,3 Prozent wachsen, nicht wie im Juli angegeben um 3,5 Prozent. Die USA sollen sogar um 2,2 Prozent und damit stärker wachsen als zunächst angenommen. Für die Eurozone hingegen senkte der IWF die Aussichten um 0,1 Prozentpunkte.

Die große Herausforderung für die Euroländer besteht laut dem Währungsfonds darin, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen. Ein schwieriges Unterfangen, zumal auch Deutschland strauchelt: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich nur um 0,9 statt um 1,4 Prozent zulegen. Von den Krisenstaaten im Süden verlangt der IWF neben Einsparungen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung, um die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.