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Aus der Traum: EADS und BAE Systems kommen nicht zusammen

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Aus der Traum: EADS und BAE Systems kommen nicht zusammen

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Es hätte der größte Luftfahrt- und Rüstungskonzern der Welt werden sollen. Nun jedoch ist die Megafusion zwischen EADS und BAE Systems geplatzt: Beide Konzerne gaben bekannt, dass die Pläne für einen Zusammenschluss nicht weiter verfolgt würden. Letztlich scheiterte der Deal am politischen Gerangel zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien um die zukünftigen Anteile am neuen Unternehmen. Ein EADS-Sprecher erklärte, die deutsche Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel sei hauptverantwortlich für das Platzen der Fusion – aber es gibt auch Stimmen, die die Schuld eher bei Frankreich sehen.

Derzeit halten Paris und Berlin direkt oder indirekt jeweils rund 22 Prozent an EADS. Die Regierungen wollten auch am neuen Unternehmen beteiligt sein, das jedoch stieß auf Widerstand, da immerhin das sensible Rüstungsgeschäft betroffen war.

EADS hatte gehofft, mit der Fusion seine kleine Rüstungstochter Cassidian, die unter Kürzungen in den europäischen Wehrhaushalten leidet, besser zu positionieren, und am US-Markt Fuß zu fassen. Für BAE Systems hätte der Deal eine Stärkung im Luftfahrtbereich gebracht. Es wäre eine “einzigartige Möglichkeit” gewesen, hieß es aus dem Konzern, aber die dafür gesetzten Grenzen seien überschritten worden. Pläne für andere Zusammenschlüsse hat BAE Systems derzeit nicht.