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Französische Terrorgruppe hortete bombenfähiges Material

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Französische Terrorgruppe hortete bombenfähiges Material

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Nach Waffenfunden halten die französischen Ermittler die am Wochenende zerschlagene Islamistengruppe für extrem gefährlich. Bei Razzien am Dienstagabend und an diesem Mittwoch wurden in Garagen der Verdächtigen bei Paris Waffen und Material sichergestellt, mit dem man Bomben basteln könne, erklärte Chefermittler François Molins. Bei einem Verdächtigen hatte man eine Liste israelischer Einrichtungen gefunden. Der Polizeigewahrsam für die am Samstag Festgenommenen wurde um einen weiteren, fünften Tag verlängert.

“Wir haben ganz klar und objektiv eine Terrorzelle vor uns, die extrem gefährlich ist”, so der Chefermittler. “Und noch steht nicht fest, ob die beiden Personen, die den Sprengsatz auf das jüdische Geschäft warfen, wirklich festgenommen wurden und sich heute in den Händen von Polizei und Justiz befinden.”

Der Anschlag auf ein jüdisches Lebensmittelgeschäft in Sarcelles bei Paris Mitte September war der Anlass für die Großrazzia in Straßburg, Cannes, Nizza und im Umkreis von Paris am vergangenen Samstag gewesen. Insgesamt wurden zwölf mutmaßliche Mitglieder der Islamistengruppe festgenommen.

Der mutmaßliche Anführer, dessen DNA-Spuren auf dem Sprengsatz in Sarcelles entdeckt wurden, empfing die Fahnder laut Polizei mit Schüssen und wurde bei deren Gegenwehr getötet. Nach Erkenntnissen der Ermittler war er entschlossen, als Märtyrer zu sterben. Er war seit langem als Dschihadist bekannt.