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Korruptionsaffäre: Schuldspruch für Lula da Silvas engste Getreue

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Korruptionsaffäre: Schuldspruch für Lula da Silvas engste Getreue

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Der Oberste Gerichtshof in Brasilien hat in einem der größten Korruptionsprozesse des Landes drei enge Mitarbeiter von Ex-Präsident Lula da Silva schuldig gesprochen. Sie hätten Parlamentarier bestochen, damit diese Projekte der Regierung unterstützten. Insgesamt stehen 37 Angeklagte in der Affäre vor Gericht – Politiker, Geschäftsleute und Banker.

Als Chef des Korruptionssystems gilt der Hauptangeklagte José Dirceu, einst Kabinettschef Lula da Silvas und zeitweise aussichtsreichster Kandidat für dessen Nachfolge. Er wurde ebenfalls schuldig gesprochen. Dirceu musste 2005 zurücktreten, als der Skandal ans Licht kam.

Auch Lula da Silvas Wiederwahl im darauffolgenden Jahr war durch die Affäre gefährdet. Er hatte damals erklärt, er fühle sich verraten, und sich öffentlich entschuldigt.

Die Schuld- oder Freisprüche für jeden Angeklagten werden nacheinander verkündet, das Strafmaß wird zum Schluss der Verhandlung verkündet, vermutlich Ende Oktober.