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US-Präsidentschaftswahl: Rennen wieder völlig offen

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US-Präsidentschaftswahl: Rennen wieder völlig offen

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Immer mehr Umfragen bestätigen es: In der Gunst der Wähler liegt Herausforderer Mitt Romney nun mit US Präsident Obama gleichauf. In zwei Wählerbefragungen zog Romney sogar am bislang führenden Amtsinhaber vorbei.

Ursache für diesen Stimmungsumschwung ist die schwache Vorstellung von US Präsident Obama beim ersten TV-Duell. Auf einer Wahlveranstaltung sagte Obama: “Nach der TV-Debatte sagten einige Leute zu mir, sei nicht so höflich. Sei nicht so nett. Aber ich will, dass sie eines verstehen: Da ging es nicht um Führung. Da ging es um Verkaufstechnik.”

Mit einem neuen TV-Werbespot versuchte das Obama-Team nun auf Romneys neuen Popularitätsschub zu reagieren. Dabei griffen die Wahlkampfstrategen Romneys Bekenntnis auf, er liebe Big Bird, eine Figur aus der Sesamstraße – produziert vom Sender PBS. Gleichzeitig kündigte Romney an, dem Sender die Zuschüsse zu streichen.

Ironisch heißt es im Spot nun: “Es ist nicht die Wall Street, um die man sich Sorgen machen muss. Es ist die Sesamstraße. Mitt Romney weiß, wo die Gegner nisten.”

Der republikanische Herausforderer, Romney, konterte: “Dies sind harte Zeiten, in denen es um ernste Themen geht. Man muss sich schon wundern, wenn der Präsident sich darum kümmert Big Bird zu retten. Wir brauchen aber einen Präsidenten der darüber spricht, wie er die Amerikaner rettet und die guten Jobs und unsere Zukunft.”

Euronews-Reporter Stefan Grobe meint zu den neuen Umfragewerten: “Auch Tage nachdem sie in Denver auseinandergingen dominiert Romney noch immer die Schlagzeilen – und nun auch noch die Umfragen. Obama hat einen hohen Preis für seine Zurückhaltung gezahlt. Alle Augen richten sich nun auf das Duell der Bewerber für das Amt des Vize-Präsidenten. Viele Glauben das Obama Lager werde Joe Biden dazu bringen, die Stimmung in den Umfragen rumzureißen. Aber das ist nicht ohne Risiken.”