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Damaskus bezeichnet erzwungene Landung als "feindlichen Akt"

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Damaskus bezeichnet erzwungene Landung als "feindlichen Akt"

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Das Außenministerium in Damaskus hat empört auf die erzwungene Landung des syrischen Passagierflugzeuges in der Türkei reagiert. Es handle sich um einen “feindlichen Akt”, erklärte das Ministerium wenige Stunden nach der Landung der Maschine in Damaskus.

Die Direktorin der Syrian Arab Airlines, Ghaida Abdulatif, bekräftigte, dass sich an Bord der Maschine keine Waffen odere andere illegale Güter befunden hätten: “Als das Flugzeug durchsucht wurde, waren nur Pakete mit zivilen Gütern darin, die legal ins Flugzeug gebracht worden waren. Jedes einzelne Paket war in den Frachtpapieren und der Zollerklärung aufgeführt. Das Flugzeug wurde durchsucht, aber die türkischen Behörden haben kein Ergebnis erzielt”, sagte Abdulatif.

Ein Ingenieur der syrischen Fluglinie war ebenfalls an Bord der Maschine. Er berichtete, die türkischen Beamten seien nach der Landung zunächst eine Stunde lang nicht aufgetaucht. Dann sei man aufgefordert worden, das Handgepäck vorzuzeigen. Einen Durchsuchungsbefehl habe es aber nicht gegeben, den hätten die Beamten später vorzeigen wollen. Dann seien sie wieder für eine Stunde verschwunden, bis dann schließlich zehn Soldaten die Passagiere drangsaliert hätten.

Aus Furcht vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen von syrischer Seite wurden nun türkische Verkehrsflugzeuge aufgefordert, vorerst nicht mehr
den syrischen Luftraum zu durchfliegen.