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Doping-Jäger kreisen Armstrong weiter ein

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Doping-Jäger kreisen Armstrong weiter ein

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Die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA hat ihren ausführlichen Bericht über jahrelanges Doping des siebenmaligen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong und seines einstigen Teams US Postal veröffentlicht. Dabei habe ein regelrechtes System der Omertà, der Schweigepflicht also, unter den Radkameraden bestanden, schreibt die Agentur.

Tim Herman, der Anwalt Armstrongs, hält dagegen: “Wir waren nicht überrascht. Was sie eine vernünftige Entscheidung nennen, ist weder vernünftig noch eine Entscheidung. Die USADA hat ihre vermeintlichen Beweise und Zeugenaussagen so gedreht, wie es für sie am besten passt. Und das, ohne irgendwelche Tests durchzuführen, ohne dass die Zeugen nochmal befragt worden wären, dass man deren Erinnerungsvermögen getestet hätte und so weiter.”

Zu diesen insgesamt 26 USADA-Zeugen, die Armstrong schwer belasteten und selbst Doping zugaben, gehören unter anderem George Hincapie, David Zabriskie, Levi Leipheimer und auch Floyd Landis. Das Dopingsystem um Armstrong war nach Worten der USADA das höchstentwickelte, professionellste und erfolgreichste, das die Sportwelt je gesehen habe.

Den Bericht übergab die USADA dem Radsport-Weltverband UCI und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Außerdem prüft nun laut Agenturberichten auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) rechtliche Schritte gegen Armstrong. Er könnte sein olympisches Bronze aus dem Jahr 2000 verlieren.