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Erdrückende Beweise im Dopingfall Lance Armstrong

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Erdrückende Beweise im Dopingfall Lance Armstrong

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Der von der US-Antidopingagentur angefertigte Report zum Dopingfall Lance Armstrong wartet mit erdrückenden Beweisen gegen den siebenmaligen Tour de France-Gewinner auf und gibt Einzelheiten des Dopingsystems Armstrongs und seines Teams preis. Die Ausführungen zeichnen ein Mafia-ähnliches Konstrukt der Dopingbeschaffung, Anwendung und Vertuschung mit Armstrong als zentraler Figur.

Elf ehemalige Teamkollegen Armstrongs kommen als Zeugen zu Wort und fahren schwere Geschütze gegen den Texaner auf. Der 1000 Seiten lange Report enthält zahlreiche vertrauliche Unterlagen, E-Mails und Aufzeichnungen.

Eine Million US-Dollar soll der Texaner innerhalb von zehn Jahren an den italienischen Arzt Michele Ferrari, der den zweifelhaften Spitznamen Dottore EPO trägt, überwiesen haben. Das geht aus Kontoauszügen hervor, die den Ermittlern vorliegen.

Die Reaktion der Radsport-Fans in Paris ist eindeutig:

“Es ist schade, weil das so ein toller Sport ist, den man jeden Sommer sehr gerne verfolgt hat”, sagt ein Norweger.

“Ich glaube, dass es als Radprofi leider dazu gehört, mit Doping zu tun zu haben. Wenn einer gewinnt und nachher herauskommt, dass der Zweite gedopt war, dann kann man sich ja denken, dass der Sieger auch nicht sauber war”, meint ein weiterer Fan.

Lance Armstrong äußerte sich unterdessen per Twitter zum Report der USADA: “Was ich heute Abend mache? Ich verbringe Zeit mit meiner Familie. Ungerührt”, so der Kommentar des Texaners.