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Literaturnobelpreis geht an den Chinesen Mo Yan

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Literaturnobelpreis geht an den Chinesen Mo Yan

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Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an Schriftsteller Mo Yan aus China. Das teilte die Schwedische
Akademie am Donnerstag in Stockholm mit. Der wichtigste Literaturpreis der Welt ist mit umgerechnet 930 000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Zur Begründung hieß es, Mo Yan habe “mit halluzinatorischem Realismus Märchen, Geschichte und Gegenwart vereint”. Der Sprecher der Jury, Peter Englund, sagte im Rundfunksender SR: “Wir haben es mit einer einzigartigen Autorenschaft zu tun. Sie hat uns einen einzigartigen Einblick in ein einzigartiges Milieu verschafft.”

Mo Yan sei eine “Mischung aus Faulkner, Charles Dickens und Rabelais”. Er schildere eine dörfliche Welt in einem Teil Chinas, der den meisten anderen fremd sei. “Mo Yan ist nicht als Intellektueller dort hinabgestiegen, sondern er ist selbst ein Teil davon”, sagte Englund.

Die Nobelpreise werden traditionsgemäß am 10. Dezember überreicht, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel. Im vergangenen Jahr hatte der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer die Auszeichnung erhalten.

DPA