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Märkte bleiben nach Herunterstufung Spaniens gelassen

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Märkte bleiben nach Herunterstufung Spaniens gelassen

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Trotz der Herabstufung Spaniens durch die US-Ratingagentur Standard & Poor’s sind die Renditen für spanische Staatsanleihen nicht signifikant gestiegen. Zwar lagen sie im Morgenhandel etwas höher, gingen später jedoch wieder zurück. Die spanische Regierung zeigte sich über die Abstufung überrascht und hofft nun, dass die Ratingagentur die Bonitätsnote wieder anhebt, wenn Madrid seine Reform- und Defizitziele erreicht hat. “Die Entscheidung von Standard & Poor’s steht nicht mit der Haltung der Märkte zur Situation Spaniens und zu unserer wirtschaftlichen Lage in Einklang”, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin Soraya Sáenz de Santamaría, “und sie passt nicht zu den Konditionen, zu denen wir uns zuletzt an den Finanzmärkten finanzieren konnten. Man muss auch feststellen, dass in vielen Berichten die strukturellen Reformen, die wir bereits umgesetzt haben, nicht berücksichtigt werden.”

Standard & Poors hatte Spaniens Kreditwürdigkeit auf Triple-B-minus gesenkt – das ist nur eine Stufe über Ramschniveau. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Inflation in Spanien im September deutlich gestiegen ist: von 2,7 Prozent im August auf 3,4 Prozent. Damit liegt die Teuerung so hoch wie seit April 2011 nicht mehr.