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Qualitätsprüfung mit Röntgenblick


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Qualitätsprüfung mit Röntgenblick

Der silberne Metallkasten sieht das Unsichtbare. Mit Hilfe weicher, sogenannter niederenergetischer Röntgenstrahlen, kann er in ein Produkt hineinleuchten und Mängel erspähen, die andere Detektoren nicht erkennen.
“Wir haben ein niederenergetisches Röntgensystem entwickelt. Der Anwendungsbereich für dieses System ist die Untersuchung von Objekten mit geringer Dichte oder niedriger Materialstärke”, erklärt Joergen Rheinlaender, Direktor des dänischen Unternehmens InnospeXion. “Die Lebensmittelverpackung ist ein typisches Anwendungsbeispiel. Wir überprüfen die Integrität der Verpackung. Die Produktversiegelung ist der Haupteinsatzbereich. Manchmal geht beim Verpackungsvorgang etwas schief. Wir können überprüfen, ob sich die betroffenen Güter bereits im sogenannten verbotenen Bereich befinden.”
Der Röntgendetektor erkennt Mängel im Mikronenbereich. Weiche Röntgenstrahlen haben eine größere Wellenlänge, die auf kleinste Veränderungen der Dichte oder Materialstärke reagiert. “Das System basiert auf mehreren Hochleistunsgcomputern, die die Bilder erfassen. Hinter dieser Tür befindet sich die gesamte elektronische Kontrolleinheit. Dahinter liegt das Herz des Systems, die Quelle der Röntgenstrahlen.
Im unteren Bereich befindet sich das Fach mit den Detektoren, die bis zu 300 Bilder pro Sekunde erfassen.”
Das System wurde im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts entwickelt und ist für den praktischen Einsatz gewappnet, glaubt Joergen Rheinlaender.
“Die meisten Forschungsprojekte führen zu einem Ergebnis, das zwar funktioniert, aber nie auf seine Widerstandsfähigkeit hin überprüft wird. Das war einer Schlüsselpunkte unserer Arbeit, dafür zu sorgen, dass das System auch tatsächlich rund um die Uhr funktioniert.”

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