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Unklarheit über Ladung syrischer Passagiermaschine - Russland fordert Erklärung

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Unklarheit über Ladung syrischer Passagiermaschine - Russland fordert Erklärung

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Was die in der Türkei zur Landung gezwungene syrische Passagiermaschiene geladen hatte, ist weiter unklar. Die Angaben über die beschlagnahmte Ladung sind widersprüchlich. Türkische Medien berichteten von einer 300 Kilogramm schweren Fracht, die für das syrische Verteidigungsministerium bestimmt gewesen sei, darunter auch mögliche Bauteile für Raketen. Aus Moskau hieß es dagegen, es seien keine russischen Militärgüter an Bord gewesen.

Inzwischen hat Russland die Türkei zu einer Erklärung über den Vorfall aufgefordert. Man sei besorgt, dass Leben und Sicherheit der 17 russischen Bürger, die sich an Bord der Maschine befanden, gefährdet worden seien. Ein Sprecher des russischen Außenministeriums forderte, die türkischen Behörden sollten erklären, wie es zu der erzwungenen Landung kommen konnte und wie sich ähnliche Vorfälle in Zukunft verhindern ließen.

Türkische Kampfflugzeuge hatten die syrische Maschine auf dem Weg von Moskau nach Damaskus am Mittwochabend abgefangen und zur Landung in Ankara gezwungen. Mittlerweile hat die türkische Armee die verdächtigen Teile der Ladung beschlagnahmt. Die Passagiere konnten weiterreisen.

Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind äußerst gespannt. Die Türkei hat sich offen auf die Seite der Aufständischen gestellt und seine Truppen in der Grenzregion verstärkt. Seit rund einer Woche schlagen immer wieder syrische Granaten auf türkischem Gebiet ein.