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Ägypten: Schlägerei auf dem Tahrirplatz

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Ägypten: Schlägerei auf dem Tahrirplatz

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In Ägypten sind Islamisten und Anhänger linker und liberaler Parteien während einer Kundgebung aufeinander losgegangen. Auf dem Tahrirplatz schlugen Anhänger des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi mit Stöcken und Eisenstangen auf Gegner ein, außerdem randalierten sie auf einer Bühne der säkularen Opposition. Gut 200 Menschen wurden verletzt. Dabei gab es zunächst einen gemeinsamen Protest gegen die Freilassung von 24 ehemaligen Mubarak-Funktionären. Anti-Mursi-Rufe erzürnten dann dessen Anhänger, die eine Säuberung der Justiz fordern.

Ein Demonstrant meinte, man solle etwas Geduld mit Mursi haben. Gleichzeitig verlange man Gerechtigkeit für jene, die während der Revolution gestorben seien. Man müsse die Justiz säubern.

Ein anderer sagte, die Justiz müsse gereinigt werden, die Entlassung des Generalstaatsanwalts sei ein erster Schritt gewesen. Nun könne es Vergeltung geben für die Märtyrer der Revolution.

Mursi hatte den Generalstaatsanwalt am Donnerstag entlassen. Zuvor waren die 24 Funktionäre freigelassen worden, die im Februar 2011 einen Angriff von berittenen Schlägertrupps auf Anti-Mubarak-Demonstranten organisiert haben sollen.