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Die Enttäuschung der russischen Menschenrechtler

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Die Enttäuschung der russischen Menschenrechtler

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Für die im Vorfeld als Favoriten gehandelten Menschenrechtler aus Russland war die Enttäuschung groß.

Laut der 85-jährigen Ljudmila Alexejewa, die sich schon zu Sowjetzeiten für Menschenrechte einsetzte, hat das Nobelpreiskomitee eine Chance verpasst.

Ihre Mitstreiterin, Swetlana Gannuschkina, warf dem Komitee “Impotenz” vor: “Es ist eine eigenartige Entscheidung, denn die Europäische Union ist einen riesige staatliche Struktur, eine bürokratische Struktur und es ist nicht wirklich klar, wer dafür steht. Doch ich hoffe, dass dieser Friedensnobelpreis für die Europäische Union ein Antrieb sein wird.”

Gannuschkina ist Mitbegründerin der russischen Organisation Memorial, die mit genauer historischer Dokumentation Unrecht und Verbrechen der Vergangenheit aufarbeitet, um so Frieden zu schaffen.