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Fiat-Chef: "Es gibt zu viele Autowerke in Europa"

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Fiat-Chef: "Es gibt zu viele Autowerke in Europa"

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Die Krise am europäischen Automarkt macht Fiat mehr und mehr zu schaffen. Nachdem Moody’s die Bonität des Unternehmens vor kurzem um eine Stufe herabgesetzt hat, äußerte sich nun Fiat-Chef Sergio Marchionne zu den Schwierigkeiten der Branche. Die Lage am Markt in Europa sei derzeit alles andere als rosig, sagte er: “Wir haben ganz klar die Strategie dargelegt, die Fiat verfolgt, um mit dem unvermeidlichen Rückgang am italienischen Markt in diesem Jahr fertigzuwerden. Seit 40 Jahren war die Lage nicht so schlecht wie jetzt. Wir wussten, die Branche würde Rückschläge einstecken müssen und das würde große Auswirkungen auf die Stellung von Fiat in Europa haben.”

Fiat trifft die Absatzschwäche in Europa hart, immerhin verkauft der Konzern seine Autos fast ausschließlich auf südeuropäischen Märkten. Und Marchionne sieht noch ein anderes Problem: “Es gibt in Europa zu viele Autofabriken, während die Nachfrage ständig weiter zurückgeht. Wir können einige dieser Kapazitäten auf den Exportmarkt umleiten, aber grundsätzlich gibt es sehr viele Werke überall in Europa, die gar nicht mehr genutzt werden.”

Staatshilfe für Fiat, die Marchionne vor kurzem ins Gespräch brachte, wird es jedoch laut Regierungschef Mario Monti nicht geben. Derzeit wird Fiat hauptsächlich vom guten USA-Geschäft der Tochter Chrysler über Wasser gehalten.