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Friedensnobelpreis für krisengebeutelte EU

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Friedensnobelpreis für krisengebeutelte EU

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Die Europäische Osterweiterung, Friedenstruppen im Kosovo, der Euro, der Sacharow-Preis – all das Facetten der Europäischen Union. Facetten, die dazu beigetragen haben, dass die EU jetzt den Friedensnobelpreis erhalten hat. Dabei sind es keine leichte Zeiten, die Europa durchmacht. Besonders der Euro scheint vor allem angesichts der Griechenland-Krise vielen keine sonderlich gute Idee gewesen zu sein. Da soll der Nobelpreis auch ein Zeichen gegen Skepsis und Europaverdruss setzen.

In der Begründung des Nobelpreiskomitees sagte Norwegens Ex-Ministerpräsident Thorbjorn Jagland: “Das Nobelpreiskomitee will sich auf die größte Leistung der Europäischen Union konzentrieren und das ist der erfolgreiche Kampf für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte. Dank der Europäischen Union hat sich die Lage in Europa stabilisiert und der frühere Kontinent des Krieges ist heute ein Kontinent des Friedens.”

Zur Stabilität, zum Zusammenwachsen Europas trägt auch das Erasmus-Programm für Studenten bei. Allerdings leidet auch dieses Programm in der Krise: Bei der EU-Kommission, die Erasmus finanziert, wird das nötige Geld knapp. Der Friedensnobelpreis ist mit rund acht Millionen schwedischen Kronen dotiert, umgerechnet sind das rund 900.000 Euro.