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Friedensnobelpreis überrascht Bürger Europas

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Friedensnobelpreis überrascht Bürger Europas

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Dass der Preis der EU zugesprochen wurde, kam nicht nur für die europäischen Institutionen völlig unerwartet, auch die Bürger Europas waren überrascht. Dass die EU den Preis in Zeiten der Krise bekomme, sei gut, so ein Mann in Brüssel, denn wenn alles normal verlaufe, sei die Aufmerksamkeit weniger groß. Die Wahl sei ungewöhnlich, kritisiert ein junger Mann, für gewöhnlich würden Menschen ausgezeichnet, die einiges riskierten. Es gäbe zu viele Dinge in der EU, auf denen ein Schatten liege. Daher könne man die EU nicht in den Vordergrund stellen. Für Charles de Marcilly von der Robert Schuman-Stiftung ist die Auszeichnung zugleich eine Aufforderung gegen den Populismus zu kämpfen, der die Integrität des europäischen Modells bedrohe. Das Preiskomitee habe damit sagen wollen: “Achtet auf den Populismus, auf seine Grenzen und Risiken! Zerstört nicht, was ihr in so langer Zeit aufgebaut habt!” “Die Frage ist nun”, so unsere Korrespondentin Audrey Tilve, “wer aus dem Europäischen Rat, der Kommission oder dem Parlament den Preis entgegennimmt. Auch damit könnte Europa seine Einheit beweisen.”