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Spanien: Krise und Krawall am Nationalfeiertag

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Spanien: Krise und Krawall am Nationalfeiertag

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Spanien hat an diesem 12. Oktober seinen Nationalfeiertag begangen. Doch nicht allen war da nach Feiern zumute. In Barcelona kam es zu Zusammenstößen katalanischer Separatisten mit spanischen Nationalisten und mit der Polizei. Katalonien möchte gerne unabhängig werden, daher wurde der heutige Nationalfeiertag vielfach einfach ignoriert. Mehrere Schulen blieben offen und Artur Mas, der nationalistische Regierungschef der rebellischen Region, nahm an den Feiern gar nicht erst teil.

Aber nicht nur die Krawalle und Abspaltungstendenzen in Katalonien überschatteten den Tag. Auch die tiefe Wirtschaftskrise wirkte sich auf die Feiern aus. So gab es von der traditionellen Militärparade in Madrid nur eine Sparversion zu sehen. Anders als sonst rollten keine Panzer und Kampffahrzeuge über den Boulevard Paseo de la Castellana. Anstelle der 55 Militärflieger aus dem vergangenen Jahr waren diesmal nur sieben Kunstflugmaschinen in der Luft. Und die Zahl der Soldaten, die an der Tribüne von König Juan Carlos vorbeidefilierten, wurde von 3100 auf 2600 heruntergeschraubt. Offiziellen Angaben nach kostete die jetzige Parade mit 900 000 Euro 70 Prozent weniger als die im Vorjahr.