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Grünenpolitikerin aus Paris soll Drogengelder gewaschen haben

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Grünenpolitikerin aus Paris soll Drogengelder gewaschen haben

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In Frankreich und in der Schweiz sind zwanzig Personen in Zusammenhang mit Ermittlungen zur Geldwäsche festgenommen worden. Gegen neun wurde bereits Anklage erhoben. In den vergangenen fünf Monaten sollen über 40 Millionen Euro Drogengelder von ihnen gewaschen worden sein.

Unter den Angeklagten ist die stellvertretende Bürgermeisterin des 13. Arrondissements in Paris, Florence Lamblin, von den Grünen. Sie soll über 300.000 Euro für sich auf ein Konto in der Schweiz geschafft haben.

Ermittler Marc Souvira sagte, der französischen Polizei sei ein bemerkenswerter Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen. Für Frankreich sei dies der größte Geldwäsche-Skandal, den das Land je erlebt habe.

Die Drogen sollen aus Marokko über Spanien nach Frankreich gekommen sein. Die Methoden der Geldwäsche waren laut Ermittlern kompliziert und gut getarnt. Grünenpolitikerin Lamblin wies alle Vorwürfe zurück. Unbestätigten Meldungen zufolge reichte sie allerdings ihren Rücktritt ein.