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"Schafft Europa und schafft es nicht ab"

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Ja, richtig, sie sei eine Inspiration für Länder und Menschen in der ganzen Welt, sagte für die EU-Kommission Präsident José Manuel Barroso nach dem Beschluss des Nobel-Kommittees, der Europäischen Union den Friedensnobelpreis zuzuerkennen.

Die internationale Gemeinschaft brauche eine starke EU. “Selbst in diesen schwierigen Zeiten
bleibt die EU eine Inspiration für Länder und Menschen in der ganzen Welt”, sagte er.

Martin Schulz, Präsident des Europaparlaments:

“Ich glaube es ist ein Appell an uns alle: Macht weiter so, schafft Europa und schafft es nicht ab.”

Grundtenor, auch bei Herman van Rompuy, Präsident des Europäischen Rats: Der Preís bedeute “Anerkennung” und “Pflicht, dieses Werk fortzusetzen.”

Auch Romano Prodi fühlt sich geehrt, der frühere Präsident der EU-Kommission:

“Ganz Europa ist voll von Denkmälern für Gefallene, denen müssen wir dankbar sein … Nun, seit drei Generationen, haben wir hier Frieden und freuen uns. haben Sie nicht gesehen, was außerhalb passiert ist, in Jugoslawien, im südlichen Mittelmeerraum. Also: Dann Europa für den Frieden. Hurra!”

Beim Euro-Skeptiker Vaclav Klaus endet die Begeisterung. Ein Witz, sagte der tschechische Präsident spontan.

“Ich halte das für einen tragischen Fehler. Der Friedensnobelpreis gilt Einzelpersonen, einzelnen Menschen, die sich für ein spezielles Anliegen engagiert und eine ganz bestimmte einzigartige Anstrengung gezeigt haben. Ihn einer Institution zu geben, in diesem Fall einer bürokratischen Institution, macht den Preis hohl.”

Spaniens Indignados schließlich legen auch wegen des Preises ihre Empörung nicht ab. Viele finden Europas Sparkurs militant und ganz und gar nicht friedlich.

Mit Reuters, dpa