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Opposition chancenlos bei russischen Regionalwahlen

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Opposition chancenlos bei russischen Regionalwahlen

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Acht Jahre nach Abschaffung der Gouverneurswahlen in Russland haben Hunderttausende Bürger erstmals wieder die Regionalchefs von fünf Gebieten direkt bestimmen dürfen. In 77 russischen Regionen wurden ebenfalls Wahlen zu den regionalen Volksvertretungen und der Bürgermeister abgehalten.

In der Moskauer Satellitenstadt Chimki will Naturschützerin und Putingegnerin Jewgenia Tschirikowa Bürgermeisterin werden. Es ist das erste Mal, dass eine führende Vertreterin der Protestbewegung für ein solches Amt kandidiert. Umfragen geben ihr allerdings nur 16 Prozent. Dennoch setzt sie ein Zeichen.

Begleitet wurde der Urnengang von Fälschungsvorwürfen. An einigen Orten seien massenweise vorher ausgefullte Wahlzettel in die Urnen gestopft worden, klagten Wahlbeobachter. Die Kremlpartei Geeintes Russland erklärte sich vielerorts zum Sieger, obwohl Ergebnisse erst im Laufe des Montags erwartet werden. Beobachter kritisieren ein Klima der Einschüchterung, weshalb die Opposition als chancenlos gilt.