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Cartoons über den Holocaust

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Cartoons über den Holocaust

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Die Arbeit des amerikanischen Cartoonisten Art Spiegelman wird mit einer großen Retrospektive seiner kraftvollen Holocaust Cartoons in Köln gefeiert.

Spiegelman wurde bekannt durch seinen graphischen Roman “Maus”. Darin zeichnet er die Geschichte seiner Eltern nach, die die Konzentrationslager in Auschwitz und Dachau überlebten.

Maus erntete Lob, aber auch Kritik für die Darstellung der Nazis als Katzen und der Juden als Mäuse. Das Buch gewann einige Preise, der bekannteste war wohl der spezielle Pulitzer Preis.

In Schweden geboren, wanderte Spiegelman als Kind in die USA aus, wo der Großteil seiner Arbeit in Untergrundmagazinen veröffentlicht wurde.

Er glaubt noch immer daran, dass gedruckte Illustrationen den Siegeszug der E-books überleben werden.

“Die digitale Welt wird die gedruckte ersetzen, aber es wird weiterhin Bücher geben. Und solange das so ist, ziehe ich es vor mit Büchern zu arbeiten, auch wenn ich irgendwann aufgeben und sagen muss: Ok, macht ein E-book aus Maus. Aber noch bin ich nicht erpicht darauf. Ich will der letzte sein, dessen Buch digitalisiert wird, weil ich das Physische an Büchern mag und auch die Konzentration, die sie erfordern.”

Neben dem Maus-Werk zeigt die Ausstellung auch Spiegelmans frühe Arbeiten für die Kaugummi-Industrie, Zeichnungen, Illustrationen und Titelbilder für den New Yorker. Insgesamt über 300 Werke.

Im Januar 2012 wurde Spiegelman eine besondere Ehre zuteil. Er wurde zum Jury-Präsidenten des Grand Prix der französischen Stadt Angoulème gekürt, die wegen ihres International Comic Strip Festivals bekannt ist.

Dies wurde zum Anlass genommen, die erste große Retrospektive von Spiegelmans Oeuvre in Europa zu organisieren.

Die Ausstellung “CO-MIX. Art Spiegelman. Eine Retrospektive von Comics, Zeichnungen und übrigem Gekritzel.”, dauert noch bis zum sechsten Januar 2013.