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Freude und Skepsis nach Wahlsieg belgischer Separatisten


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Freude und Skepsis nach Wahlsieg belgischer Separatisten

Der Sieg der flämischen N-VA bei den Kommunalwahlen beherrscht die Schlagzeilen in Belgien. Viele sehen im Wahlausgang vor allem eine Schlappe für die Regierung in der Hauptstadt Brüssel. Konsequenzen hat die Abstimmung vor allem für Belgiens zweitgrößte Stadt: Bürgermeister von Antwerpen wird erstmals seit 60 Jahren kein Sozialist.

Er freue sich über den Wechsel, meint der Belgier Marc Hotome. Er habe nichts gegen den vorigen Bürgermeister. Denn der habe auch sein Bestes gegeben. Es sei jedoch gut, frische Ideen und Methoden kennenzulernen. Dann werde man schon sehen.

Weniger optimistisch ist Walter Maes, der in der separatistischen Partei N-VA eine Bedrohung für sein Land sieht. Der Wahlsieg sei ein weiterer Schritt zu einem unabhängigen Flandern. Ob das nun gut ist, sei dahingestellt.

Der künftige Bürgermeister Antwerpens und Chef der separatistischen N-VA feierte seinen Sieg im Rathaus: Bart de Wever forderte Regierungschef Elio di Rupo umgehend zu einer Staatsreform auf. Diese soll die Regionen mit noch mehr Macht ausstatten.

Falls die Separatisten einen ähnlichen Erfolg bei den Parlamentswahlen 2014 erzielen, droht in Belgien die nächste schwere Staatskrise.

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