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Italien: Voranhörung zum "Costa-Concordia"-Unglück

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Italien: Voranhörung zum "Costa-Concordia"-Unglück

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Ein italienisches Gericht hat am Montag die Beweisaufnahme zur Havarie der Costa Concordia fortgesetzt. Zu dem Termin erschien auch Kapitän Francesco Schettino, der das Kommando führte. Das Gericht wird entscheiden, gegen wen ein Verfahren zu dem Unglück vor der toskanischen Insel Giglio eröffnet wird. Bei der Katastrophe vor neun Monaten starben 32 Menschen.

Der italienische Überlebende Luciano Castro sagte, “Ich würde Kapitän Schettino als erstes sagen, er solle die Wahrheit sagen. Dann würde ich ihm sagen, es werden ihm Leute zuschauen, die noch immer geliebte Menschen vermissen. Die wegen des Unglücks niemals gefunden werden.
Und deshalb sind Respekt und Ernsthaftigkeit notwendig.”

Der ehemalige Passagier der Costa Concordia, der Deutsche Michael Liessen, erklärte: “Wir sind hergekommen, um Schettino noch mal zu sehen. Wir wollten uns einfach mal ein Bild davon machen, wie er damit umgeht.”

Die Voranhörung findet in einem Theater hinter verschlossenen Türen statt. Insgesamt nehmen mehr als 500 Anwälte und Experten teil. Es geht um die Auswertung der Blackbox, die Daten von der Brücke des Schiffes gespeichert hatte, sowie um die Ergebnisse eines Gutachtens.

Seit Monaten bereiten Spezialkräfte den Abtransport des Wracks vor. Nächstes Frühjahr soll das Schiff in einen Hafen geschleppt und zerlegt werden.